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Behandlungsverfahren & Rahmen

​​Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie hat ihren Ursprung in der von Sigmund Freud begründeten Psychoanalyse. Beiden Verfahren liegt die Annahme zugrunde, dass es in jedem Menschen prägende Beziehungserfahrungen und unbewusste Konflikte gibt, die durch Psychotherapie zumindest ansatzweise zugänglicher werden können.

 

Neben der emotionalen Auseinandersetzung mit frühen, aber auch gegenwärtigen Themen kommt der Reflexion unserer therapeutischen Beziehung ein besonderer Stellenwert zu. Zusätzlich zu dem dialogischen Gespräch können Methoden wie das Imaginieren oder Traumanalysen den Zugang zum Unbewussten und bislang Verdrängten erleichtern.

In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie arbeiten wir etwas mehr im Hier und Jetzt an konkreten, klar benennbaren Zielen. In der Regel finden die tiefenpsychologisch fundierten Therapiesitzungen 1-2 Mal wöchentlich statt und dauern jeweils 50 Minuten. Je nach Ausprägung der Erkrankung, Prognose und dem Profitieren von bisherigen Therapieerfahrungen kann eine Kurzzeittherapie (über ca. 3-6 Monate) oder Langzeittherapie (über ca. 1,5 - 2,5 Jahre) durchgeführt werden (Höchstkontingent: 100 Stunden). Durch die Bewusstwerdung von Wünschen, Motiven und Konflikten sollen innere Spannungszustände achtsamer und angemessener wahrgenommen und beantwortet werden können.

In einer psychoanalytischen Behandlung ist ein noch tieferes Verständnis für unbewusste Zusammenhänge möglich. So können z.B. PatientInnen mit bereits lang bestehenden Symptomen oder unflexiblen Persönlichkeitsmustern sehr von diesem Verfahren profitieren. Da im psychoanalytischen Setting in der Regel mit 2-3 Sitzungen pro Woche höherfrequent gearbeitet wird, übernimmt die Krankenkasse bei entsprechender Notwendigkeit dieses Verfahrens bis zu 300 Stunden. Durch dieses Setting entsteht eine intensivere therapeutische Beziehung, frühe Beziehungserfahrungen und unbewusste Konflikte werden noch intensiver im therapeutischen Raum erlebbar und damit zugänglicher, was deren Bearbeitung erleichtert. So können beispielsweise frühere, unzureichend erfolgte Entwicklungsschritte "nachgeholt" werden oder eine innere "Umstrukturierung" stattfinden.   

Dabei wird in beiden Verfahren darauf geachtet, vereinbarte Therapieziele nicht aus den Augen zu verlieren und immer wieder aufmerksam wahrzunehmen, in wie weit sich Ihre Ausgangssituation bereits verändert hat und das angewandte Verfahren weiterhin indiziert ist. 

Da die „Chemie“ zwischen Patient und Therapeut eine entscheidende Rolle für mögliche Therapieerfolge spielt, können vor Beginn einer Psychotherapie bis zu drei „Kennenlerntermine“ vereinbart werden, in deren Verlauf entschieden werden kann, ob wir unter Berücksichtigung der persönlichen, aber auch der fachlichen Passung miteinander an Ihren Themen arbeiten wollen. Erst nach einer Entscheidung zur Zusammenarbeit wird ein Antrag bei Ihrer Krankenkasse auf Psychotherapie gestellt.

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